Verdammt ich lieb Dich, ich lieb Dich nicht
Kommentar
Refrain des Hits Verdammt ich lieb’ dich (1990) des deutschen Schlagersängers Matthias Reim (* 1957)
Textausschnitte
Herbst, Freiheit, Werk 3, S. 36[...] Der Wanderer, schließlich, der Wanderer: Ich, ich als Wanderer, der einzige Gast in der Hütte in jenen späten Septembertagen, leer das Lager über dem Schankraum, sauber zusammengefaltet die Decken, leer die Gesindekammer, leer bis auf meine Tasche, meine Bergsteiger-, meine Bergsachen; leer auch die Küche darunter, am späten Septemberabend, nur von Kerzen erleuchtet am großen, dreiseitig von einer Sitzbank umrahmten Tisch, und still ist es; still, von den Geräuschen der Mäuse in der Speisekammer, vom Knistern des Feuers im Herd abgesehen, und abgesehen auch vom halblauten Lärm eines Radios im dunklen Schankraum, im Gastzimmer, Radio Uno, Musik und Werbung, im Süden meines Herzens, Verdammt ich lieb Dich, ich lieb Dich nicht [...]
Verdammt ich lieb Dich, ich lieb Dich nicht. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.2644, 2019-02.

